Eine beeindruckende Landschaft

Wir - Manuela und Thomas - leben in Ostwestfalen. Eine hügelige Gegend, die einem Radfahrer das Radeln durchaus verleiden kann. Wenn es in den Wetternachrichten heißt: Schneefall ab 300 Meter, dann wissen wir, dass uns wieder Regen ins Haus steht. Das Leben spielt sich bei uns in 70 bis 130 m Höhe über dem Meeresspiegel ab. 300 oder gar 400-Meter-Gipfel sind  zahlen- und flächenmäßig die Ausnahme und auch weit weg. Demnach sind auch die Schneelagen erst einmal nicht in unserer Umgebung.
In Ardelve erleben wir das hingegen völlig anders.  Wenn wir zur Jahreswende im warmen Wohnzimmer von "Beinn Conchra" den 17-Uhr-Gin auf annähernd Meeresspiegelhöhe genießen, prasselt mitunter kalter Regen aufs Dach. An den regennassen Scheiben der Wohnzimmerfenster können wir hingegen dabei  zusehen, was Schneefall ab 300 Meter bewirkt. Die umliegenden Berggipfel färben sich weiß.

Die drei- und vierhunderter Gipfel liegen praktisch hinterm Haus. Der Begriff Highlands bekommt seine sichtbare Bedeutung. Der Schnee markiert die Höhenlinien.

Genau genommen sind die Berge nicht oben. Wir am Rande des Lochs ( die Skandinavier würden von einem Fjord reden) sind unten. Da, wo sich nicht ein Meeresarm ins Land schlängelt oder sich ein Bach in das Gestein hinein gefressen hat, ist nämlich Hochland. Berge, Grate, Hochebenen, nur unterbrochen von wasserbeherrschten Einschnitten.

Die Highlands sind ein Natur-Erlebnis für sich. Wir entdecken sie ständig neu. Und werden unsere Entdeckungen hier Interessierten nach und nach zugänglich machen.
Dazu muss man von unserem Ferien-Zuhause in Ardelve keine weiten Touren unternehmen. Für unser Winterbild weiter oben war eine 10minütige Autofahrt nötig (allerdings dann auch ein längerer Fußweg).
Den "Aussichtspunkt" (rechts) mit Blick auf Ardelve und Dornie erreicht man zu (nur) Fuß.


Loch Duich: Hier endet der Meeresarm, der in entgegengesetzter Richtung als Loch Alsh in den Atlantik mündet.
Von den Ferienhäusern sind es nicht weit bis in die Highlands. 10 Minuten mit dem Auto und eine Stunde zu Fuß und man hat die Zivilisation hinter sich gelassen und wandelt auf Rob Roys Pfaden.